Peter Kürten (* 26. Mai 1883 in Mülheim am Rhein; † 2. Juli 1931 in Köln), genannt „Der Vampir von Düsseldorf“, war ein deutscher Serienmörder.

1913 verübte er seinen ersten Mord. Sein Opfer war die neunjährige Christine Klein, die er beim Einbruch in ein Wohnhaus schlafend vorfand. Er schnitt ihr die Kehle durch. Am Tatort verlor er ein Taschentuch, auf dem seine Initialen standen. Zum Glück für Kürten hatte der Hauseigentümer und Vater des Mädchens, Peter Klein, die gleichen Initialen. Als Täter kam Kürten daher nicht in Betracht. Wohl aber Kleins jüngerer Bruder Otto. Dieser war Metzger und als solcher schon indirekt belastet, somit war schnell ein Verdächtiger gefunden. Es kam zu einer Verhandlung vor dem Schwurgericht, wo Otto Klein jedoch aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde. Peter Kürten wurde nicht verdächtigt.

1923 heiratete er und zog 1925 mit seiner Frau nach Düsseldorf. Neben weiteren acht Mordversuchen beging er dort in der Zeit zwischen Februar und November 1929 eine Serie von Sexualmorden. Er tötete Rosa Ohlinger (9. Februar), Rudolf Scheer (12. Februar), Maria Hahn (8. August), Gertrud Hamacher (24. August), Luisa Lenzen (24. August), Ida Reuter (29. September), Elisabeth Dörier (11. Oktober) und Gertrud Albermann (7. November) mit Hammer, Dolch und Schere.

Die Fahndung war einer der kriminalgeschichtlich meistbeachteten Vorgänge in der Weimarer Republik. Klar war nur, dass es sich um ein und denselben Täter handeln musste. In Düsseldorf breitete sich angesichts der Erfolglosigkeit der Ermittlungen eine beispiellose Hysterie aus.

Ein falsch zugestellter Brief der jungen Marie Butlies, in dem sie ihrer Freundin berichtete, dass sie dem Täter hatte entkommen können, wurde an die Polizei weitergeleitet und brachte diese erst auf die richtige Spur. Am 24. Mai 1930 wurde der an der Mettmanner Straße wohnende arbeitslose Kürten am Rochusmarkt verhaftet, nachdem seine Frau ein Treffen mit ihm der Polizei verraten hatte. Zwei überlebende Opfer, Gertrud Schulte und Marie Butlies, identifizierten ihn, woraufhin Kürten noch am selben Tag ein umfassendes Geständnis ablegte.

Der Schwurgerichtsprozess dauerte zehn Tage. Kürten bekannte, aus der Gier nach sexueller Befriedigung gemordet zu haben. Er berichtete überdies von ertränkten Welpen, Geschlechtsverkehr mit Hunden und zahlreichen Brandstiftungen. Seinen Spitznamen „Vampir von Düsseldorf“ verdankt er seinem Bericht, dass er einem Schwanenküken, das er vor dem Düsseldorfer Steigenberger Parkhotel im Hofgarten durch einen Halsschnitt getötet hatte, das Blut aus der Wunde gesaugt habe. Man vermutet, dass er sich auf ähnliche Weise auch an seinen Opfern vergangen hat.

Er wurde am 22. April 1931 von einem Düsseldorfer Schwurgericht wegen Mordes in neun Fällen neun Mal zum Tode verurteilt, außerdem zu 15 Jahren Gefängnis für die sieben Mordversuche. Ein Gnadengesuch seines Anwalts lehnte die preußische Regierung ab. Im Juli wurde Kürten im Kölner Gefängnis Klingelpütz mit dem Fallbeil hingerichtet.Er wurde nach der Hinrichtung ohne Kopf bestattet. 1931 untersuchten Wissenschaftler das Gehirn auf der Suche nach abnormen Veränderungen.

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