Zamzam (gelegentlich auch Zemzem oder eingedeutscht Semsem; arabisch ‏زمزم‎), aus dem Aramäischen zem, versammeln, ist der Name eines Brunnens im Hof der großen Moschee in Mekka in Saudi-Arabien.

Dem Islam zufolge handelt es sich um die Quelle, die Gott für Hagar und ihren Sohn Ismail (den ersten Sohn Abrahams) entspringen ließ, als sie in der Wüste dem Verdursten nahe waren. Erschöpft und ängstlich soll Hagar zwischen den Hügeln Safa und Marwa hin und her gelaufen sein, um etwas Wasser zu finden. Nach dem siebten Lauf sah sie das Wasser zu den Füßen ihres Sohnes sprudeln.[1] In Folge der neuen Quelle siedelten sich Menschen in dem sonst dürren Tal an, was den Anfang der Stadt Mekka dargestellt haben soll. In Erinnerung an diese Suche und Anstrengung laufen auch heute noch die Pilger während der Pilgerfahrt Haddsch sieben mal zwischen den beiden Hügeln – die sich heute im Inneren der großen Moschee befinden – hin und her (arab. Saʿy).

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Zamzam Well in mecca Saudi Arabia

Die Kaaba (arabisch ‏الكعبة‎, DMG al-Kaʿba ‚Kubus; Würfel‘) ist ein quaderförmiges Gebäude und das zentrale Heiligtum des Islam. Sie befindet sich im Innenhof der Al-Haram-Moschee in Mekka, Saudi-Arabien. Im Islam gilt die Kaaba als erstes Gotteshaus. Der Legende nach soll sie vom ersten Propheten Adam (‏آدم‎ Ādam) erbaut worden sein, dann aber in Vergessenheit geraten und zu einer Ruine verkommen sein. Der Prophet Abraham (‏إبراهيم‎ / Ibrāhīm) und sein Sohn Ismāʿīl (‏إسماعيل‎) hätten sie durch göttliche Fügung wiederentdeckt und wiederaufgebaut. Beide Gestalten, die auch im Christen- und Judentum eine Rolle spielen, gelten als Propheten des Islam.

Schon in vorislamischer Zeit wurde das Gebäude von den arabischen Stämmen als Heiligtum des Gottes Hubal verehrt. Zum vorislamischen Kaaba-Kult gehört, neben der Verehrung von Allah, die Verehrung der Göttinnen al-Lat, Manat und Uzza. Der Islam hat beispielsweise den Kult des schwarzen Meteoritensteins der Kaaba aus der altarabischen Religion übernommen, ebenso die Wallfahrt nach Mekka. Die Gebote des Islam zur rituellen Reinheit (tahāra) gehen zumindest teilweise auf entsprechende Gebote der altarabischen Religion zurück.

Seit 632 ist die Kaaba ein rein islamisches Heiligtum. Dennoch wurde sie bei Kämpfen innerhalb des Kalifats 692 mit Brandmitteln beschossen und 931 der „Schwarze Stein“ von Sektierern (ismailitisch-schiitische Qarmaten) nach Bahrain verschleppt; erst 951 kehrte der Stein (auf Vermittlung der ebenfalls ismailitischen Fatimiden) nach Mekka zurück. Der osmanische Sultan Murad IV. veranlasste 1630 einen Neubau.

Die Kaaba steht auf einem 25 cm hohen Marmorsockel, der um 30 cm hervorspringt. Das Gebäude ist 13,10 m hoch und hat eine Grundfläche von 11,03 m × 12,62 m. Die vier Ecken zeigen ungefähr in die vier Himmelsrichtungen[2][3]. Im Osten befindet sich die schwarze Ecke, ar-ruknu ʾl-aswad, benannt nach dem Schwarzen Stein, al-ḥaǧaru ʾl-aswad ‏الحجر الأسود‎, der hier etwa auf Augenhöhe angebracht ist. Im Norden der Kaaba liegt die irakische Ecke, ar-ruknu ʾl-ʿirāqī, im Westen liegt die levantinische Ecke, ar-ruknu ʾš-šāmī, im Süden die jemenitische (südliche) Ecke, ar-ruknu ʾl-yamānī. Die Wände der Kaaba werden von einem schwarzen Brokatvorhang bedeckt, der Kiswa, der in ⅔ Höhe mit goldbestickter Kalligraphie koranischer Verse verziert ist. Er wird jährlich erneuert.

Der Eingang zum Inneren befindet sich in 2 m Höhe an der Nordostwand. Er wird durch eine Holztreppe auf Rädern erreicht, die gewöhnlich zwischen dem bogenförmigen Tor von Banu Schaiba und dem Zamzam-Brunnen gelagert wird. Im Inneren der Kaaba befindet sich ein Marmorfußboden. Die Innenwände sind bis zur halben Höhe mit Marmor verkleidet, der mit Duftöl parfümiert wird. Tafeln mit Koraninschriften sind im Marmor eingelassen. Der obere Teil der Wände ist mit grünem Tuch bedeckt, das wiederum mit Koranversen in Goldstickereien verziert wird.

Außerhalb der Kaaba befindet sich der Nordwestwand gegenüber eine halbkreisförmige weiße Marmormauer, die Ḥaṭīm genannt wird. Sie ist 90 cm hoch und 1,50 m breit. Der Raum zwischen Hatīm und Kaaba wurde lange zur Kaaba hinzugerechnet und wird während der ṭawāf, der rituellen Umrundung, nicht betreten. Hier sollen die Gräber Ismails und seiner Mutter Hagar liegen.

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Foto des schwarzen Steines, mit seinem silbernen Rahmen und der Kiswa

al-Haram-Moschee, die heilige Moschee oder geweihte Moschee (arabisch ‏المسجد الحرام‎ al-masdschid al-haram, DMG al-masǧid al-ḥarām) in Mekka (Saudi-Arabien) ist die wichtigste Moschee des Islam – und zugleich die größte der Welt. Gemeinsam mit der Prophetenmoschee in Medina und der al-Aqsa-Moschee in Jerusalem bildet die Heilige Moschee in Mekka die drei heiligsten Stätten des Islam.

Die Heilige Moschee beherbergt in ihrem Inneren das Zentralheiligtum des Islam, die Kaaba. Das ist der Ort, dem sich Muslime in aller Welt beim täglichen Gemeinschaftsgebet zuneigen. Das aktuelle Bauwerk stammt im Ursprung aus dem 16. Jahrhundert, hat neun Minarette und erstreckt sich über eine Fläche von 356.800 m² – die inneren und äußeren Gebetsflächen einschließend. Es kann bis zu 820.000 Gläubige während des Hajj aufnehmen. Das ist eine der größten jährlichen Zusammenkünfte von Menschen in der Welt.

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